Zum andern schien das Trinkfest schon in der Zeit vor der Erfindung des Abiturs fest zum Schulabschluss dazuzugehören. Warum sonst stünden in Schulordnungen Regeln wie: „Dem, der seine Kameraden zu Trinkgelagen auffordert, soll das erhaltene Zeugnis abgenommen werden.“

Definitiv richtig los geht es mit der Abi-Feierlichkeiten Ende des 19. Jahrhunderts. Die Abiturienten feiern in piekfeiner Kleidung und in Pferdedroschken herumkutschierend, Blumensträuße verschenkend, sie vergnügen sich in teuren Restaurants ebenso wie in schummrigen Kneipen und lassen dabei mehr Geld liegen, als so manchem lieb ist. Vor allem den Eltern, die der Verschwendungs- und Prunksucht ihrer Sprösslinge wohl vor allem deshalb nichts abgewinnen können, weil sie hinterher deren Zeche bezahlen sollen.

Wenig später verdarb die Weltwirtschaftskrise den jungen Erwachsenen die Zukunftsfreude, die Feierlichkeiten fielen eher spärlich aus. Während der beiden Weltkriege dann, als nach dem Schulabschluss nicht der unbeschwerte Start ins Berufsleben winkte, sondern die Einberufung zur Armee, war an ausgelassene Abi-Partys für lange Zeit nicht mehr zu denken.



Mafiaboss hat gut lachen.



Red Alert! - Direktor is coming!